Am 10. September 2021 fand unsere dritte Lange Nacht des Menschenrechts-Films im Abaton Kino statt, wir haben auf Präsenz gesetzt und es war ein wunderbarer berührender Abend!

Der große Kinosaal war ausgebucht mit knapp 130 Gästen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Claudia Leicht, Geschäftsführerin des HAV, im Namen aller Veranstalter übernahm die Moderatorin des Abends Daphne Sagner.

Als erstes wurde der Film JUST.ANOTHER.MONTH gezeigt, der die Periodenarmut in Namibia thematisiert. Die beiden Filmemacher:innen Charlotte Weinreich und Rosa-Lena Lange haben den Preis in der Kategorie Amateurfilm gewonnen und schilderten im Interview, wie sie auf das Thema gestoßen seien und wie es den beiden Protagonistinnen inzwischen geht.

Danach wurde AB 18! – DIE TOCHTER VON… gezeigt, der Gewinnerfilm der Kategorie Kurzfilm. Die Filmemacher:innen Verena Kuri, Chiara Minchio und Joakim Demmer berichteten, wie sehr sich die Hauptfigur des Films Micaela Verón über die Auszeichnung mit dem Deutschen Menschrechts-Filmpreis gefreut habe. Der Film zeigt ihren Einsatz für Frauen- und Menschenrechte und ihren Weg zu einer eigenständigen Person, nachdem sie in ihren ersten Lebensjahren hauptsächlich die Tochter der von Menschenhändlern entführten Mutter und der kämpferischen Großmutter war.

Den Preis in gleich zwei Kategorien konnte Arkadij Khaet einheimsen und zwar Hochschule und Bildung, nachdem er bereits 2016 für seinen Film „Durch den Vorhang“ den Preis in der Kategorie Hochschule gewonnen hatte. Sein neues Werk MASEL TOV COCKTAIL begeistert mit Satire und Humor und einem großartigen Hauptdarsteller Alexander Wertmann.

Nach einer Pause zur Stärkung folgte dann zunächst ein Gespräch via Skype mit der Regisseurin des Films FÜR SAMA, den Gewinner in der Kategorie Langfilm, Waad al-Kataeb, die mittlerweile mit ihrer Familie in London lebt und darum bat, die Augen und die Herzen für ihren Film und ihre Heimat zu öffnen. Ihr Film über ein syrisches Untergrundkrankenhaus und ihr Leben im aufständischen Aleppo mit Mann und Tochter berührte und beeindruckte alle Zuschauer und ließ alle erschüttert zurück.

Justizsenatorin Anna Gallina war ebenfalls bei der Langen Nacht des Menschenrechtsfilmpreises dabei und sagte: „Menschenrechte sind universell, deren Achtung ist aber nicht überall selbstverständlich. In zahlreichen Ländern sehen wir eine Missachtung dieser Rechte. Selbst in Europa werden grundlegende Rechte in einzelnen Ländern in Frage gestellt, Minderheiten diskriminiert und Menschen ausgegrenzt. Die Kunst legt hier den Finger in die Wunde. Sie kann vermitteln, welche Bedeutung die Menschenrechte für ein friedvolles Zusammenleben haben und wo diese Rechte unter Druck geraten.

Wir danken allen Beteiligten und Gästen und freuen uns schon jetzt auf die Lange Nacht des Menschenrechts-Films 2023!

Alle Fotos (siehe unten) stammen von Martina van Kann.

Veranstalter:

Amnesty International, Bezirk Hamburg e.V., Bahá’í-Gemeinden Hamburg, Hamburgischer Anwaltverein e.V., peace brigades international/ Deutscher Zweig e.V., SEGEMI Seelische Gesundheit Migration und Flucht e.V., Evangelische Akademie der Nordkirche
Unterstützt wird die Veranstaltung von der Freien und Hansestadt Hamburg.

Plakat

Fotografin: Frau Martina van Kann, Fotografie, Gneisenaustraße 18, 20253 Hamburg, martina-v@n-kann.de, www.van-kann.de

Fotografin: Frau Martina van Kann, Fotografie, Gneisenaustraße 18, 20253 Hamburg, martina-v@n-kann.de, www.van-kann.de

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