Am 24. Januar 2020 fand zum bereits zehnten Mal die vom Hamburgischen Anwaltsverein in Kooperation mit dem Personalrat der Referendarinnen und Referendare veranstaltete Feier für die Absolventen der zweiten Staatsprüfung statt.

Über 50 Absolventinnen und Absolventen, die im vergangenen Jahr ihr zweites Examen abgelegt hatten, erhielten im Plenarsaal des Oberlandesgerichts von Frau Claudia Leicht, Geschäftsführerin, und Herr Hartmut Reclam, Stellvertretender Vorsitzender des HAV, in feierlicher Atmosphäre Urkunden überreicht.

Begleitet wurde das Ganze von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm.

Zur Begrüßung sprach Herr Reclam unter anderem über die Vergleichbarkeit des zweiten Examens mit dem Erreichen des Basislagers am Mount Everest. Dort könne man sich akklimatisieren und vorbereiten auf den weiteren (juristischen) Aufstieg.

Die Festrede hielt Frau Prof. Dr. Ninon Colneric, ehemalige Richterin am Europäischen Gerichtshof und erste deutsche Frau in diesem Amt. Frau Prof. Colneric zeigte sich äußerst erfreut über den hohen Anteil an weiblichen Absolventinnen – tatsächlich betrug die Quote bei der Feier dieses Jahr beträchtliche 70 Prozent. Sie merkte an, dass zu ihrer Zeit der Frauenanteil unter den Jurastudierenden nur etwa 10% betrug. Der Mythos von der Männlichkeit des Staates wirkte noch nach.

Sie sprach über die nach dem Examen auf die Absolventinnen und Absolventen wartenden Herausforderungen wie der permanenten Überforderung in den ersten Arbeitswochen und den außergewöhnlichen Belastungen des Berufseinstiegs. Sie appellierte an Freunde und Angehörige, Geduld und Nachsicht mit den armen Berufsanfängern zu haben. Es könne passieren, dass sie gereizt und ungerecht sind. Aber das liege in erster Linie an der Verzweiflung über die eigene Unzulänglichkeit. Neben einem Appell, sich zu spezialisieren hatte sie auch einen Tipp für die Zeit nach Spezialisierung und Einarbeitung, nämlich wenn eine gewisse Ermattung eintritt: Sich immer wieder nach einer Veränderung umzuschauen – und sei sie nur temporär.

Anschließend sprach im Namen des Personalrats der Referendarinnen und Referendare Herr Jonathan Kirschke-Biller, der die Absolventinnen und Absolventen auf eine humorvolle und kurzweilige Erinnerungsreise in ihr erstes Semester mitnahm.

Den Schlusspunkt des Unterhaltungsprogramms bildete dann ein Auftritt der noch recht jungen A cappella Gruppe „Good Guys“. Die Gruppe präsentierte eine in vielfacher Hinsicht harmonische Darbietung, bei der von moderneren Popstücken („I see fire“ von Ed Sheeran) bis hin zu (A cappella-)Klassikern („Barbara Ann“ von den Beach Boys) alles vertreten war.

Nachdem die Absolventinnen und Absolventen ihre Urkunden erhalten hatten, klang die Veranstaltung noch bei einem Stehempfang mit Sekt und Häppchen aus.

Autor: Jonathan Kirschke-Biller, Mitglied des Personalrats der Referendarinnen und Referendare beim Hanseatischen Oberlandesgericht

Die Festrede von Frau Prof. Dr. Ninon Colneric

Fotografin: Frau Martina van Kann, Fotografie, Gneisenaustraße 18, 20253 Hamburg, martina-v@n-kann.de, www.van-kann.de

Fotograf Carsten Schroeder, Tel. :   040- 64 66 50 31, Mobil  0178 - 40 75 928, Email: info@carstenschroeder.com

Am 17. Februar 2018 fand – bereits zum achten Mal – die Feier für die Absolventen des Großen Juristischen Staats­examens statt. Es handelt sich hierbei um eine gemeinsame Veranstaltung des Personalrats der Referendare beim Hanseatischen Oberlandesgericht und dem HAV.

In den vergangenen Jahren jeweils am Vormittag des Balls im Plenarsaal des Hanseatischen Oberlandesgerichts hatte man in diesem Jahr die Zeit und insbesondere den Ort gewechselt und die Absolventen samt Familie und Freunden am Nachmittag direkt vor dem Beginn des Balls der Hamburger Juristen in die Säle des Hotels Atlantic Kempinski eingeladen. Viele waren dieser Einladung gefolgt: 63 Absolventen und über 70 Gäste strömten um 16 Uhr festlich gekleidet und fröhlich gespannt in den Raum.

Zunächst begrüßte Rechtsanwalt Hartmut Reclam, der stellvertretende Vorsitzende des HAV, die Anwesenden sehr herzlich. Neben den Absolventen insbesondere Dr. Till Steffen, Senator der Justizbehörde, der sich freundlicherweise als Festredner bereit erklärt hatte, Dr. Guido Christensen, Vizepräsident des OLG, sowie Dr. Frank Theege, Leiter der Personalstelle für Referendare, und die Vertreter des Personalrats der Referendare, Antonia vom Dahl, Kathrin Mohr und Alexej Bertram.

Er gratulierte den Absolventen zu ihrem Abschluss und wünschte Ihnen für die berufliche Tätigkeit viel Erfolg und auch Spaß an der Freude!

Für den Personalrat der Referendare sprach sodann Antonia vom Dahl und gratulierte den Absolventen sehr herzlich. Sie ermunterte die Absolventen insbesondere dazu, in ihren vielfältigen beruflichen Tätigkeiten nicht zu vergessen, wie wichtig die Referendarausbildung sei und ihrerseits nun auch Referendare auszubilden.

Dr. Steffen schloss sich selbstverständlich den Glückwünschen an. Er schlussfolgerte aus dem bestandenen Examen auf außergewöhnliche Belastbarkeit, hohe Frustrationstoleranz und dass manchmal auch „4 gewinnt“.

„Der Rechtsstaat lebt vom Engagement aller!“, so der Senator, daher sollten sich die Absolventen ihre Neugier darauf, Neues zu lernen, erhalten, sich fortbilden und im Austausch mit den Angehörigen der unterschiedlichen Berufssparten bleiben.

Anschließend wurden die Absolventen unter Applaus in kleinen Gruppen nach vorn gerufen und mit einer Urkunde geehrt und schließlich konnte man den Nachmittag bei einem Getränk und Snack im Kreis der Familie und Freunde sowie alter und neuer Bekannter beschließen.

 

Fotos: Martina van Kann