Hamburgischer Anwaltverein e.V.

HAV-Mitgliederbereich

Kunstprojekt grundrechte_kreativ für Geflüchtete und alle Interessierten

IM KONTEXT DER INTEGRATION von Flüchtlingen werden immer wieder Stimmen zur „deutschen Leitkultur“ laut, die als Richtschnur zur Integration dienen soll.

BEI ALL DEN UNTERSCHIEDLICHEN SICHTWEISEN in der Gesellschaft besteht aber jedenfalls Konsens darüber, dass sich unsere fundamentalen Grundwerte in den Grundrechten finden.

WIR WOLLEN DIE GRUNDRECHTE künstlerisch gestalten und veröffentlichen. Das künstlerische Medium verdichtet, es macht den Kern des Grundrechtes sichtbar.

DIE EINZELNEN KUNSTWERKE werfen einen individuellen Blick des Künstlers auf das jeweilige Grundrecht. Diese Sichtweise wollen wir auch mit kurzen Texten der Künstler untermauern.

AUFGERUFEN SIND ALLE, die Interesse am Projekt und Lust am Malen haben. Künstlerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Projektleitung: RAin Ulrike Hinrichs, Kunsttherapeutin, Mediatorin

Ausführliche Infos unter www.grundrechtekreativ.de

LAWYERS' GET TOGETHER by Hamburgischer Anwaltverein

Am Dienstag, den 21. Februar 2017 findet die vierte Veranstaltung LAWYERS' GET TOGETHER by Hamburgischer Anwaltverein statt von 18:00 bis 20:00 Uhr statt.

 

Ein interessanter Link, wenn es darum geht
"Was ist meine Abschluss in Deutschland wert".

http://anabin.kmk.org/anabin.html

 

DIE AKTUELLE FLÜCHTLINGSSITUATION hat auch den HAV vor die Frage gestellt, welcher Beitrag im Rahmen der bestehenden Aufgaben und der begrenzten Möglichkeiten geleistet werden sollte. Der Vorstand hat sich dazu entschlossen, sich an alle Kollegen zu wenden, die aus ihrem Heimatland unter Aufgabe ihrer Existenz vor Krieg und Terror flüchten mussten und in unserer Stadt angekommen sind. Mit der Idee, für diese Kollegen eine „Plattform“ für einen Austausch mit den hiesigen Kollegen zu schaffen, haben bisher zwei Treffen in der Cafeteria der Grundbuchhalle des Landgerichts Hamburg stattgefunden am 25. Mai 2016 und am 28. Juni 2016. Zu diesen Treffen waren jeweils rund 15 Kollegen gekommen, die aus Syrien, dem Iran oder Afghanistan geflohen sind, und einige unserer hiesigen Kollegen sowie Vertreter der Hanseatischen Rechtsanwalts- kammer, der ÖRA, des Max-Planck-Institutes und Hilfsorganisationen, sodass bereits ein reger Austausch und ein erstes Kennenlernen der bestehenden Nöte und Hoffnungen stattgefunden haben. BEEINDRUCKEND WAREN DIE TAPFERKEIT und der große Wille zur Integration all derjenigen, die den Weg zu diesen Treffen ge-funden haben. Deutlich wurde aber auch, dass die Angebote für eine Integration nicht ausreichen und die geflohenen Kollegen ein hohes Interesse daran haben, schnell unsere Sprache zu lernen und die Möglichkeit zu erhalten, wieder berufstätig zu sein. Ein erster Schritt hierzu wären Praktika oder sonstige Angebote zur Mitarbeit.

WIR FREUEN UNS, wenn viele unserer HAV-Mitglieder teilnehmen, die am Austausch mit den geflüchteten Kollegen interessiert sind und/oder sich auch vorstellen können, diesen einen Praktikumsplatz oder andere Angebote zur Mitarbeit zu bieten.

Schicken Sie uns gleich eine E-Mail.

So war die 1. Veranstaltung:

Am 25. Mai 2016 hat das 1. Lawyers‘ Get Together mit Kolleginnen und Kollegen, die aus ihre Heimat fliehen mussten, auf Einladung des HAV stattgefunden.

Es war ein erfolgreicher, sehr interessanter und bewegender Abend, an dem es sowohl für deutsche als auch für ausländische Kolleginnen und Kollegen erstmals Gelegenheit gab, einander zu begegnen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Außerdem bot der Abend für viele erstmals Gelegenheit Kolleginnen und Kollegen aus den eigenen Kriegs- und Terrorgebieten zu treffen, die ähnliche Schick - sale zu tragen haben. 

Mit Hilfe der Unterstützung ehrenamtlicher Helfer, des ASB und den Mitarbeitern des Hamburger Projektes „W.I.R.“ – work & integration for refuguees – ist es uns gelungen, Kolleginnen und Kollegen anzu - sprechen, die unsere Unterstützung dringend brauchen. Am 25. Mai haben dann zu unserer großen Freude zwölf Kollegen, ein Richter aus Syrien, eine Kollegin aus dem Iran und zwei Juristen aus Afghanis - tan den Weg zu uns gefunden. Bei den meisten der geflohenen Kol - leginnen und Kollegen ist der Status bisher leider noch immer nicht geklärt, obwohl sie bereits seit Monaten in Hamburg sind. Sie suchen händeringend nach Möglichkeiten sich einzubringen, Arbeit zu leisten und ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Sie leben bisher überwiegend in den zentralen Aufnahmeeinrichtungen der Stadt Hamburg. Unser Angebot zu Begegnung und Austausch haben sie mit großer Dankbarkeit angenommen.

Maßgeblich unterstützt wurden wir an dem Abend von den zwei Übersetzerinnen Frau Houda Backhaus (arabisch) und Frau Anahita Sarfaraz (persisch). Herzlichen Dank an diese beiden und an Frau Kollegin Blandow-Schlegel, die den Kontakt hergestellt hat.

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66. Deutscher Anwaltstag in Hamburg

Teilnehmerrekord - Arbeitsgemeinschaften und Ausschüsse griffen Motto auf

Ob Mediation, Schiedsgerichtsverfahren oder Online-Schlichtung: Die Streitkultur wandelt sich. Ein heißes Thema in allen Rechtsgebieten. Das fanden auch die Anwältinnen und Anwälte, die in diesem Jahr zum Anwaltstag nach Hamburg regelrecht strömten. Unter dem Motto „Streitkultur im Wandel - weniger Recht?“ wurde es mit über 1.900 Teilnehmern der größte Anwaltstag der vergangenen 20 Jahre.

Wer sich mit alternativen Konfliktlösungsmöglichkeiten befassen wollte, kam beim diesjährigen Anwaltstag natürlich auf seine Kosten. Es ist wenig überraschend, dass bei einem Anwaltstag unter dem Motto „Streitkultur im Wandel“ vor allem die Arbeitsgemeinschaft Mediation des DAV mit einer Vielzahl von Veranstaltungen aufwartete, viele in Kooperation mit anderen DAV-Arbeitsgemeinschaften. Da ging es dann nicht nur um Mediation im Familienrecht oder Sozialrecht, auch exotische Bereiche wie das Agrarrecht wurden nicht ausgespart.

Streitkultur auf der Meta-Ebene
Der Anwaltstag bot den Teilnehmern nicht nur praxisnahe Fortbildung, sondern auch Gelegenheit, den Blick zu weiten. Für die Meta-Ebene waren in diesem Jahr vor allem zwei Veranstaltungen zuständig: Einmal eine Schwerpunktveranstaltung zu Gerichtsschließungen und eine weitere (mit gut 300 Teilnehmern) zu den Gefahren und dem Nutzen von Schlichtungs- und Schiedsgerichtsverfahren, in der ein Vertreter eines nach Europa expandierenden Online-Schlichtungs-Giganten einen Vorgeschmack auf die Zukunft von Verbraucherstreitigkeiten vermittelte. Einen wichtigen Blick über den Tellerrand des Alltags bot Dr. h.c. Renate Jaeger, die als Festrednerin auf der Eröffnungsveranstaltung ihren durch umfassende Erfahrungen als Bundesverfassungsrichterin, Richterin am EGMR und als Schlichterin der Rechtsanwaltschaft geprägte Blick in den Diskurs über den Wandel der Streitkultur einbrachte (die Festrede wird im Juli-Heft des Anwaltsblatts veröffentlicht).

Die zentrale Eröffnungsveranstaltung, zu der allein rund 800 Teilnehmer kamen, wurde in diesem Jahr insbesondere von einem Thema geprägt: Der Vorratsdatenspeicherung. Rechtsanwalt Prof. Dr. Wolfgang Ewer machte in seiner letzten Eröffnungsrede als DAV-Präsident noch einmal deutlich, dass der DAV kritisch zur Vorratsdatenspeicherung stehe (seine Rede wird im Juli-Heft des Anwaltsblatts veröffentlicht), Bundesjustizminister Heiko Maas, der lange nicht als Befürworter einer anlasslosen Vorratsdatenspeicherung aufgetreten war, verteidigte die von seinem Ministerium entwickelten Pläne als politisch notwendigen Kompromiss (seine Rede wird im Juli-Heft des Anwaltsblatts veröffentlicht). Dass Berufsrecht alles andere als trocken und 800 Personen (positiv wie negativ) mitreißen kann, stellte der mit der Hans-Dahs-Plakette ausgezeichnete Rechtsanwalt Dr. Michael Kleine-Cosack mit einer halbstündigen Dankesrede unter Beweis (sein Beitrag wird im Juli-Heft des Anwaltsblatts veröffentlicht).

Und als i-Tüpfelchen verwöhnte uns das Hamburger Wetter mit ganz viel Sonne und machte die gesellschaftlichen Veranstaltungen in der Hafencity und an den Landungsbrücken (dort im BLOCKBRÄU mit freundlicher Unterstützung der DANV) zu vollen Erfolgen. Wer den Anwaltstag in diesem Jahr verpasst hat, sollte sich schon Folgendes vormerken: Der nächste Anwaltstag wird vom 2. bis 4. Juni 2016 in Berlin stattfinden.

Rechtsanwalt Manfred Aranowski, DAV, Berlin und Rechtsanwältin Claudia Leicht, Hamburg

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