Häufig werden Zivilprozesse durch vermeidbare Fehler des Rechtsanwalts/ der Rechtsanwältin bzw. aufgrund mangelnder Taktik verloren. Dies passiert selbst erfahrenen Juristen. Dies ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch haftungsrechtliche Folgen haben.
In diesem Seminar werden – aus Sicht der Praxis und anhand der aktuellen Rechtsprechung - typische Fehlerquellen bei der Prozessführung aufgezeigt sowie Maßnahmen zur Erweiterung der Prozesschancen dargestellt. Daneben werden zahlreiche Tipps für eine erfolgreiche Bewältigung verfahrensrechtlicher Probleme gegeben sowie Möglichkeiten angesprochen, die richterliche Entscheidung zugunsten des Mandanten zu beeinflussen. In diesem Zusammenhang wird auch auf den Einfluss psychologischer Mechanismen auf die richterliche Entscheidungsfindung eingegangen.
Das Seminar bietet zudem Gelegenheit zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch. Die Teilnehmer erhalten ein umfangreiches Skript.
Vorgesehen sind insbesondere folgende Themen:
- Gestaltung effektiver Schriftsätze
- Bezugnahme auf Anlagen
- Wahrung der materiell-rechtlichen Schriftform im Prozess
- Dauerproblem und Dauerärgernis „Substantiierung“
- Wirksames Bestreiten
- Sekundäre Darlegungslast
- Richterliche Hinweispflicht
- Rechtsausführungen als Chance
- Fristenprobleme
- Typische Fehlerquellen bei der Wiedereinsetzung
- Verletzung des rechtlichen Gehörs
- Präklusion und deren Vermeidung
- Die eigene Partei als Beweismittel
- Beweisrechtliche Probleme
- Psychologische Einflussfaktoren auf die richterliche Entscheidungsbildung