Dieses Schwerpunkt-Präsenz-Seminar befasst sich mit aktueller Rechtsprechung im Bereich des "schärfsten Schwertes" des Insolvenzverwalters, der Insolvenzanfechtung. Der BGH, aber auch "untergerichtliche" Rechtsprechung, differenzieren diese immer weiter und fortwährend (neu) aus. Das Seminar setzt Grundkenntnisse im Insolvenzanfechtungsrecht voraus.
Der Referent stellt aus seiner langjährigen Praxis bei der Insolvenz-Gutachtenüberwachung und seiner ständigen Rechtsprechungsauswertung aktuelle Anfechtungssachverhalte der letzten zwei Jahre vor.
- Neues zur vermeintlich unproblematischen "Dreimonatsanfechtung"
- Darstellung der Zahlungsunfähigkeit im Anfechtungsklageverfahren - "Indizien" oder Liquiditätsbilanz?
- Die fortlaufend sich ändernde BGH-Rechtsprechung zu § 133 InsO im Spiegel verschiedener Entscheidungen: Schuldnerbenachteiligungsvorsatz- Beweislastfragen und Indizienfortwirkung -
Indizentstehungsvermeidung - Gläubigerseitige Kenntnis v. Schuldnerbenachteiligungsvorsatz - wann ja, wann nein?
- Sonderproblem: "Sanierungserwartung" als schuldnerseitige Vorsatzexkulpation im Anfechtungsrisikobereich?
- Neues zur Gesellschafteranfechtung (§ 135 InsO)
Zielgruppe: Rechtsanwält:innen in der Beratung von "Dauergläubigern"; Inkassounternehmen; institutionalisierte Gläubiger; Insolvenzverwalter:innen und ihre Mitarbeiter, Schuldnerberater:innen