Juristenball 2008 - Rauschende Ballnacht im Stile der Goldenen Zwanziger
Schon früh strömten die ersten Gäste in die festlich geschmückten Säle des Hotel Atlantic. "Die Goldenen Zwanziger" waren das Motto des 52. Juristenballs, der komplett ausverkauft war. Da sich viele erst in letzter Minute angemeldet hatten, mussten die Tische ein wenig enger zusammen geschoben werden, damit alle 550 Gäste noch Platz fanden.
Wie in den letzten Jahren, waren auch dieses Jahr wieder viele junge Kolleginnen und Kollegen gekommen. Ein Grund mehr, dem Wunsch nach einer Lounge, in der man ein wenig abseits der Tanzmusik ungestört plaudern und Kontakte knüpfen konnte, nachzukommen. Hier sorgten die Justiz Jazzer im Weißen Saal bei Absinth, Gin Fizz und Americano für einen stimmungsvollen Auftakt.
Voll eingestimmt auf den Abend wurden die Gäste spätestens nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des HAV, Gerd Uecker, und den Vorsitzenden des Richtervereins, Gerhard Schaberg, der nicht nur Musiktitel populärer 20ziger Jahre Schlager in seine Rede einbaute, sondern diese auch noch kunstvoll intonierte. Doch schon nach den Reden gab es für die Juristen kein Halten mehr - die Tanzfläche im großen Festsaal war innerhalb kürzester Zeit gefüllt. Die Band Creme Fresh, die auch schon im Jahr zuvor gezeigt hatte, dass sie selbst Tanzmuffeln Beine machen konnte, begeisterte mit zeitgemäßer Tanzmusik.
Wer eine Pause brauchte und sich stärken wollte, konnte auf der klassischen Ballkarte etwas finden. Um etwas flexibler zu sein, wurden - auch dieses war 2008 neu - Menü-Stationen eingerichtet. Neben Gnocchi mit Tomaten und frischem Basilikum und Ricotta-Spinat Ravioli mit Crevetten konnte man entweder den Köchen zusehen, wie sie Knackiges aus dem Wok zauberten oder auf Bewährtes wie Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat, Party-Frikadellen oder Weißwürste zurückgreifen. Wer nach dem Tanzen seine Kalorienbilanz noch ein wenig auffrischen wollte, fand bei frischem Apfelstrudel mit Vanille, Mascarpone Creme mit frischen Früchten oder Crepes Suzette eine gute Gelegenheit.
Ganz im Stile der Zeit gab es selbstverständlich auch eine passende Showeinlage: Die drei Herren von "Bidla Buh" konnten nicht nur den kleinen grünen Kaktus zeitgemäß in den aktuellen Stilrichtungen Hiphop, Reggae und Latino vortragen, sondern schafften es auch, das Publikum zum Mitsingen und Mitklatschen hinzureißen. Einen besonderen Soloauftritt bekam Irmgard Kakies, die über 30 Jahre hervorragende Dienste für den HAV geleistet hatte, und auch als Musikerin stets den richtigen Ton traf.
Weit nach Mitternacht leerten sich die Säle nur langsam. Während sich jetzt bei den Insiders im Goldenen Saal das Publikum zu aktuellen Hits auf der Tanzfläche drängte, hatten die letzten Paare im großen Festsaal ein wenig mehr Beinfreiheit. Als um drei Uhr morgens die letzten Gäste das Hotel verließen, lautete das Fazit: Auch knapp 100 Jahre später konnte man die Lebensfreude des goldenen Jahrzehnts voll aufleben lassen!
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